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Bilder 9.10.2011

Bildergalerie zur Demo

Menschenkette Fessenheim, 26.06.11

Als Mitglied im Organisatorenteam wurde unserem Ortsverein eine Reihe von Aufgaben zugeteilt, die wir gerne übernommen und ausgeführt haben.

Uns war die Station Nord zugeteilt worden. So packten Irmgard und Gustav gegen 11 Uhr die Sachen und fuhren gleich los. Um 12 Uhr gab es eine letzte Besprechung mit wichtigen Einweisungen und Anleitungen. Anschließend bauten wir unseren Stand auf. Inzwischen trafen immer mehr Helfer ein.
Auf dem Sammeltreffpunkt in Breisach waren ab 12:30 Käthe, Sepp und Heinz präsent. Sie kümmerten sich um die vielen Radfahrer, die einzeln und in Gruppen von hier aus die (Weiter)Fahrt nach Fessenheim antraten.

Unser Stand war gut besucht. Die von den Organisatoren zur Spende ausgeschriebenen Äpfel und Gurken fanden guten Absatz. Auch die Antiatomsymbole waren ziemlich schnell vergriffen.

Gustav und Remi empfingen die Ankömmlinge und leiteten sie in die entsprechenden Richtungen weiter. Mit der anwesenden französischen Polizei stand man in ständigem Dialog. Trotz einiger Sprachschwierigkeiten klappte die Verständigung ausgezeichnet.

Gegen 14:30 nahm die Menschenkette langsam Konturen an. Es kamen immer noch neue Teilnehmer angefahren. Alle verhielten sich äußerst diszipliniert, so dass um 15:00 Uhr die Megaphone die Meldung durchgaben: „Die Kette ist geschlossen!“

Es folgten 5 Minuten „Lärm“. Alles was Geräusche von sich gab, wurde eingesetzt. Darunter immer wieder Sprechchöre: „Abschalten!“ Abschalten!“ …
Um 15:05 dann plötzlich eine gespenstige Totenstille. Bei dem „Die In“ legten sich alle auf den Boden. Der aufgeheizte Straßenbelag fühlte sich wie eine Fangopackung an.
Es folgten weitere 5 „laute Minuten“, bevor sich die ca. 5 km lange Menschenkette dann langsam auflöste. Viele strömten zur Bühne, wo Musik und Reden abwechselten.

So klang die Protestkundgebung gemütlich aus. Gegen 17 Uhr hatten schon viele Teilnehmer den Rückweg angetreten. Auch wir brachen unsere Zelte ab und verabschiedeten uns von der Demoleitung.

Als wir gegen 18 Uhr den Schweiß und die Hitze des Tages im kühlen Nass des Rimsinger Baggersees abstreifen wollten, da staunten wir nicht schlecht: Auch hier trafen wir auf Heimkehrer, die wohl auf die gleiche Idee gekommen waren.

Fazit: Die SPD Breisgau-Hochschwarzwald war prominent durch Christoph und Thomas sowie auch zahlenmäßig gut vertreten. Unser Stand fand viel Beachtung und unsere aktive Mithilfe ist gut angekommen. Wir haben unseren Teil zum Gelingen der größten Protestaktion vor den Toren des AKWs in Fessenheim beigetragen.

Es ist schwer genaue Angaben zu der Zahl der Teilnehmer zu machen. Aber die Bilder und Videoaufnahmen zeigen, dass die Menschenkette dicht besetzt und lückenlos gefüllt war. Wenn die Länge der Kette, die mit 4 bis 5 km angegeben wurde, stimmt, dann müssten weit über 10000 Leute dabei gewesen sein. Erfreulich auch die große Anzahl der französischen Nachbarn. Die Protestwelle hat das Elsass erreicht - und das ist ein wichtiger Erfolg! Denn das AKW Fessenheim wird in Frankreich abgeschaltet!
Ein weiterer Beweis für den angehenden Sinneswandel im Nachbarland: In den französischen Medien wird die Chaine Humaine viel ausführlicher behandelt als bei uns in Deutschland.

Ein Dank an alle, die mitgeholfen haben. Und denen, die andere wichtige Termine wahrnehmen mussten, kann man nur tröstend sagen: „Ihr habt ein großes und unvergessliches Erlebnis verpasst!“ So eine gelungene Aktion erlebt man nur einmal - und das war am 26.06.2011.

Text: Gustav Rosa, Fotos: Christoph Bayer  -  © 2011 - SPD Breisgau-Hochschwarzwald

Bildergalerie zur Menschenkette

Brückendemo Breisach

Um 8:30 Uhr trafen die ersten Aktivisten auf dem Kiesparkplatz in Breisach ein. Nach einer kleinen Stärkung (die Anti-Atom Gruppe Freiburg hatte belegte Brötchen mitgebracht) wurden die Bühne und der Infostand aufgebaut.
Die Polizei war mit einem Streifenwagen vor Ort. Es wurde Kontakt zu den Veranstaltern aufgenommen. Auch wurden Detailfragen erörtert.
Mitglieder des SPD-Ortsvereins Breisach übernahmen die Verkehrsregelung. Schon am Vorabend hatten sie Hinweisschilder für PKWs und Radfahren angebracht. Sechs Ordner postierten sich an den Zufahrten und sorgten dafür, dass es zu keinem Verkehrschaos kam.
Ab 10:45 strömten die ersten Besucher auf den Platz. Die S-Bahn war total überfüllt. Der ausgewiesene Parkplatz beim nahe gelegenen Einkaufsmarkt war auch schnell belegt, doch es gab Ausweichmöglichkeiten, die genutzt werden konnten. Der Großteil der Teilnehmer reiste aber mit dem Fahrrad an. So bereitete es große Mühe den Kundgebungsplatz nur für Demonstranten frei zu halten.
Am Infostand gab es Fahnen, Aufkleber und Plaketten, die gegen eine kleine Spende guten Absatz fanden. Über Lautsprecher und Megafone wurde die Menge informiert.
Dann ging es pünktlich los. Um 11:50 setzte sich der Demonstrationszug Richtung Brücke in Bewegung. Es herrschte ein großes Aufgebot an Medienvertretern. Der Fernsehsender arte hatte ein Kamerateam geschickt; Hörfunk, Presse und eine Vielzahl von Fotografen begleiteten den Zug. Journalisten aus Japan waren auch dabei.
Ein paar Minuten zu früh erreichte die Spitze des Zuges das Ende der Brücke auf der französischen Seite. Auf der deutschen Seite trudelten immer noch ein paar Nachzügler ein.
Um genau 5 nach 12 riefen die Megafone zu einer Schweigeminute auf. Stille breitete sich über den Rhein aus. Über 4000 Menschen gedachten der Opfer von Tschernobyl und Fukushima.
Um 12:06 Uhr brauste dann umso lauter der Protest auf - ein lauter Aufschrei, der weit über die Grenzen der beiden Staaten hinaus zu hören war.
Mit Liedern und Sprechchören ging es dann weiter. Auch wenn bei manchem Protestsong der Rhythmus noch nicht so richtig klappen wollte: Deutsche und Franzosen sangen gemeinsam für eine kernkraftfreie Zukunft.
Um 12:35 Uhr setzte sich der Zug dann wieder in Bewegung. Kurz darauf wurde der neue Parkplatz auf der Rheininsel, wo früher der alte Zoll war, erreicht. Hier spielten Bands auf. Prominente Redner aus Deutschland und Frankreich wiesen ein Mal mehr auf die Ereignisse der letzten Jahrzehnte hin und auf die Gefahren, welche die nicht immer beherrschbare Kernenergie mit sich bringen.
Auf dem Parkplatz und auf den Wiesen breitete sich Volksfeststimmung aus. Es wurde getanzt, gesungen, aber so manche ernste Diskussion geführt.
Dank der perfekten Organisation und der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen waren auf deutscher Seite nur zwei Einsatzwagen der Polizei nötig. Es gab absolut keine Zwischenfälle. Auch für die anwesenden Sanitäter gab es kaum Arbeit.
Laut Medienberichten war diese Demonstration die größte auf allen Brücke am Hoch- und Oberrhein. Wenn man die Nachzügler auch noch mitzählt, dann haben insgesamt über 5000 Menschen in Breisach und Neuf-Brisach gegen die Kernenergie demonstriert. Ein deutliches Signal für alle Politiker dies- und jenseits des Rheins, die bisherige Energiepolitik gründlich zu überdenken.

Text: Gustav Rosa, Fotos: Ismet Ceken, Kai Krichelsdorff, vimeo

Bildergalerie zur Brückendemo

AKW Fessenheim - stopp jetzt!

Deutsch-französische Auftakt-Protestaktion für eine strahlenfreie Zukunft

Für den 10. April 2011 hatten mehrere Gruppen (AktionsBündnis FESSENHEIM stilllegen JETZT! = AGUS Markgräflerland e.V.; Alsace Nature; CSFR; Bündnis 90/Die Grünen; SPD; DGB; Die Linke; Friedensrat Markgräflerland ) zu einer Protestaktion auf der Rheininsel bei Fessenheim aufgerufen. Ab 14.00 Uhr trafen sich mehrere Tausend Kernkraftgegner zur Picknick-Reden-Kultur-Musik-Ballonaktion. Erfreulich die überraschend große Präsenz von französischer Seite.

Der SPD-Ortsverein war, neben weiteren Bürgern und politischen Gruppierungen aus Breisach, auch vertreten. Bei strahlendem Wetter verlief die erfolgreiche Aktion äußerst friedlich und harmonisch.

Bildergalerie zur Stopp-Fessenheim-Aktion:

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